Die Leckmuschi

Worum geht's eigentlich bei leckmuschi.com

Eine Vagina aus Fruchtgummi liegt in meiner Hand. Weich, lebensecht und nach Pfirsich duftend. Ich soll daran lecken, aber darf ich das? Was, wenn mich jemand sieht? Ist es mir peinlich oder nde ich es doch amüsant?
„Ugly Sweets“ heißen die Süßigkeiten des Designers Roger William, der mit anrüchigen, obszönen Formen in Lebensgröße, Konsumenten an ihre Hemmschwelle führt. Deutlich sichtbar, an öffentlichen Plätzen wie Bars, Clubs und Diskotheken sollen sie verteilt und konsumiert werden.

„Die „Ugly Sweets“ stellen die Frage nach den persönlichen Grenzen des Einzelnen und der eigenen Position zu gesellschaftlichen Konventionen und Tabu-Themen“, meint William. “Sie spielen auf unsere spaß- und aufmerksamkeitssüchtige Jugendkultur an. Aber auch auf die Unterdrückung des offenen Umgangs mit Bedürfnissen in den Beziehungen der Generation X, die sich für so sexuell befreit und emanzipiert hält“, so der Designer weiter. „Ugly Sweets“ sei natürlich auch ein Spiel mit den voyeuristischen und exhibitionistischen Neigun- gen der Menschen, so erfahre ich.

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Tatsächlich erleben wir eine In ation sexueller Reize im Alltag und in den Medien, sowie eine Verro- hung der Sprache von Jugendlichen in Themen wie Liebe und Sex. Paradoxerweise jedoch ndet bereits in noch jungen Beziehungen nur noch wenig offene Kommunikation über die Wünsche und Bedürf- nisse des Anderen statt. „Ugly Sweets“ sollen als Pointe auf diese Schizophrenie dazu bewegen, laut über die Dinge zu reden und zu lachen, anstatt sie zu verdrängen.
Ein typisches Problem unseres westlichen Kulturkreises, wie es scheint. Ich erfahre, dass in Fernost ein deutlich offenerer Umgang mit prekären Themen zu beobachten sei, was Beispiele wie das japanische Penis-Festival Kanamara Matsuri oder die trendigen taiwanesischen Toilet-Restaurants zeigen.

Überraschend war die Tatsache, dass die Reaktionen eines Testpublikums unabhängig von Alter und Geschlecht sehr ähnlich ausgefallen waren, insofern als Akzeptanz und Antipathie gleich oft vor kam, unabhängig davon, was die jeweilige soziale Gruppe der die Person angehörte, suggerieren würde.
Bezeichnend ist dabei, dass die Situationen isoliert und außerhalb des jeweiligen sozialen Umfeldes stattfanden. Das führte dazu dass sich die Probanden also fragten, „wie stehe ich dazu“ statt „was kann man denn davon halten“.
In einer Manufaktur aus der Region, werden die bis dato als handwerkliche Einzelstücke hergestellten Sweets zur Zeit in ersten Tests vervielfältigt. Wie so oft gilt es, den Spagat zwischen künstlerischem Umsetzungswunsch und wirtschaftlicher Machbarkeit zu schaffen, damit die Idee den Schritt in die Wirklichkeit schafft.
Die bis dato als handwerkliche Einzelstücke hergestellten Sweets werden zur Zeit in ersten Tests vervielfältigt. Wie so oft gilt es den Spagat zwischen künstlerischem Umsetzungswunsch und wirtschaftlicher Machbarkeit zu schaffen.

Eigenschaften

Der Klassiker vom Pausenverkauf

Beim Hausmeisterkiosk erstrahlt sie in neuem Glanz. In verschiedenen Geschmacksrichtungen. Lick it Baby!

Gut gezüngelt ist halb gewonnen.

Ein feucht-flutschiger Spaß mit prickelndem Champagner Erdbeer Geschmack.